Disrupt-It
Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation
Disruptive Innovationen – Basis neuer Chancen
Ausgangssituation
Zahlreiche Unternehmen sehen sich dadurch bedroht, dass ihre Leistungen plötzlich durch frühere Kunden nicht mehr nachgefragt werden. Und dies, obwohl sich die jeweiligen Produkte und Dienstleistungen an den explizierten Wünschen dieser Kunden orientierten und das Management in bewährter Weise Innovationsentscheidungen an den Forderungen der Märkte sowie am Shareholder Value ausrichtete. Und: die Bedrohungen gehen häufig von bisher kaum als Wettbewerber beachteten „Newcomern“ im Markt aus.
Disruption von Märkten und Anbietern
Auslöser des Dilemmas, das zugleich als bemerkenswerte Chance zu begreifen ist, bilden “disruptive” Innovationen in Produkten, Dienstleistungen oder Geschäftsmodellen. Deren Leistungsmerkmale orientieren sich zunächst an den Kundenbedürfnissen in Nischenmärkten, sind daher anders gewichtet als in Mainstream-Märkten und werden deshalb häufig nicht ernstgenommen. Investitionen in Marktnischen bieten solchen Innovationen den Raum zu allmählichem Wachstum, wobei die erreichbaren Ergebnisvolumina jedoch häufig nur den Kostenstrukturen wachsender, nicht jedoch denen reifer Unternehmen genügen. Indem Kundenbasis und Märkte für eine disruptive Lösung wachsen, werden auch Mainstream-Märkte angeregt, ihren überkommenen Präferenzkanon zu revidieren und Schwerpunkte der Leistungskomposition neu zu setzen. Dieser Präferenzwechsel katalysiert die disruptive Innovation nicht nur von Geschäftskonzepten, sondern ganzer Wertschöpfungsnetze.
Projekt
Das von der Europäischen Union geförderte Projekt „Disrupt-It“ entwickelte Methoden und Werkzeuge zur Unterstützung eines kreativen, dynamischen Managements „disruptiver“ Innovationen von „smarten“ Unternehmungen. Schwerpunkte der Forschung bildeten dabei die Konzeption kritischer Merkmalskanons für die Konfiguration von Produkten und Dienstleistungen zu potentiell disruptiven, innovativen Lösungen, die Beurteilung und Ausgestaltung der technologischen, organisatorischen und kulturellen Rahmenbedingungen für einschlägige Innovationsprozesse sowie strategische Fragen bei der Bewertung und Steuerung von Innovationsprojekten.
Partner im Projekt waren
(in alphabetischer Folge):
- SchlumbergerSema bzw. Atos Orgin (E)
- IAT Universität Stuttgart (D)
(FhG-IAO)
Skandia Group bzw. IC Community (S)
Cranfield University (GB)
Competitive Design Network International (E)
Israeli Aircraft Industries (IL)
Innovation Ecology (IL)
Pactuco (F)


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